Liebe

Liebe

Ein liebend Herz
Verzeiht
Vergibt
Versteht

Vor allem sich selbst
Vom Winde verweht
das Gestern
Vergessen
Im Nichts zwischen den Atomen

In der Leere, die wir sind
Verzweigte Wege
Wähle einen
Den einen, der doch aussieht wie der andere
Egal welcher, wir lernen das selbe
Im anderen Antlitz

Verwirfst den einen
Entkommst doch nicht
Deiner Not
Rennst und stolperst
Fußspuren werden zu Staub
In der Ewigkeit
Nichts ist wichtig
Wichtig ist niemand

Tu was Du willst
Nimm dein Herz und geh nur zu
Machs einfach
Aufhalten ist zwecklos
Lerne
Spüre
Alles ist schon da
In der Stille
Halt still

Stille deinen Halt
Die Essenz bewegt sich nicht
Nur alles andere
Beweg dich nicht
Halte die Luft an
Bis du nicht mehr kannst
Und dann lass los
Verliere dich,
um zu wissen wer du bist
Stirb,
um zu leben

Liebe brennt durch den Kosmos
Flutet ohne Unterlass
Versteht nicht, weil ver-stehen
Blödsinn ist
Vergibt nicht, weil ver-geben sinnlos
und verzeiht nicht, weil alles so stimmt.

Brenne in Liebe, sei alles und nichts,
Nimm dich nicht so wichtig
und andere in dein Herz.
Verkack es nicht, indem du’s zerdenkst.

🙂

Die Sache mit dem Regenbogen 🌈

Die Sache mit dem Regenbogen 🌈

Neulich lag ich im Bett und habe mich gefragt, warum ich eigentlich hier bin. Was für einen Sinn das Ganze hat… Da sind so viele Verpflichtungen, so viele Aufträge, Alltägliches, was unsere Herzen überdeckt, unsere innere Stimme stumm schaltet, unsere Zeit bestimmt und worum es eigentlich gar nicht geht. Ich spürte, dass es nicht ums Funktionieren geht, nicht um den Job, das Geld, die Probleme, den Haushalt, die richtige Ernährung – all das erschien mir als diffuse Symptome, welche sich in Probleme verwandeln können, wenn wir ganz woanders nicht hinhören. Aber wo ist das, worum es wirklich geht…? Warum ist das so weit weg, so tief vergraben und damit manchmal bis immer so unerreichbar? Dann fällst du ins Bett, hast zwar viel erledigt, fühlst dich aber traurig oder ausgelaugt, statt stolz auf dich, all das geschafft zu haben. Vielleicht willst du sogar ein neues Leben, weißt aber nicht, wie das gehen soll… an welchem Ende des Regenbogens der Schatz namens Glück zu finden ist, oder ob uns da nur wieder jemand Blödsinn erzählt hat, damit wir weiter hoffen, unsere Stullen schmieren, arbeiten gehen und konsumieren, weil die Werbung ja gesagt hat, dass „Per…l“ die Wäsche weißer macht und wir damit vielleicht besagtem Regenbogem ein Stück näher kommen… Und ja, manchmal ist es am Ende eines weniger guten Tages einfach zum kotzen, laut scheiße schreien, Teller zerdeppern oder was einem dazu noch alles Zerstörerisches einfällt.

Und an diesem Abend dachte ich tatsächlich kurz an letzteres, bis mein Herz aufleuchtete, als ich mir zum zweiten Mal die Frage stellte, warum ich eigentlich hier bin. Es leuchtete auf und wurde einfach ganz warm, nichts weiter. Und ich musste lächeln. Dann kamen sie, die Fragen, die wirklich wichtigen Fragen, die wichtigsten überhaupt:

Warum rennen wir nicht mehr mit dem Wind? Warum fangen wir keine Schneeflocken mehr und bewundern ihre Schönheit? Warum tanzen wir nicht mehr im Regen? Warum fahren wir nicht einfach ans Meer, und wenn es nur für einen Tag ist? Warum lieben wir nicht mehr, als gäbe es kein Morgen? Warum breiten wir nicht einfach die Arme aus und lassen das Leben herein? Warum springen wir nicht mehr in die Pfützen, malen einfach selbst einen Regenbogen mit einem Schatz am Ende oder kaufen uns ganz viele Eiskugeln, weil die alle total lecker sind und futtern bis uns übel wird…? Warum pusten wir nicht unendlich viele Luftballons auf, stopfen die Wohnung damit voll und spielen verstecken?

Weil wir so vieles gelernt, beigebracht bekommen und von anderen abgeguckt haben, was uns nicht gut tut und nun alles Wahre verdeckt. Manchmal muss man vergessen, was man jemals gelernt hat, wieder alles leer machen, aufhören alles (besser) wissen zu wollen oder zu müssen…und ohne etwas zu wissen auf unsere kleine Welt schauen. Einfach da sitzen oder liegen und schauen, hinhören, spüren… Bis diese kleine Welt ganz groß wird, ganz weit. Bis das Herz aufgeht und erleichtert „Alter Schwede, ich dachte, sie rafft’s nie!“ ruft. So lange, bis dir alle möglichen Antworten auf die Frage warum du eigentlich hier bist wie ein faules Konzept erscheinen. Ich stellte mir so oft die Frage, schob alles im Kopf beiseite, was da kommen wollte vom braven“ Ich bin hier, um zu lernen. “ bis zum „Ich muss mindestens berühmt werden, damit sich das hier lohnt und ich die Welt retten kann.“, dachte bestimmt ein dutzend Mal über mich selbst „Du liebe Güte!“ bis die Antwort als klares helles Gefühl kam… und ich wusste einfach, das ist sie:

Wir sind einfach hier, um hier zu sein. Punkt.

Um hier zu sein, im Moment, nix weiter. Alles andere geschieht eh, wir müssen nichts tun, damit es geschieht… Ich mein, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mädchen, welches nach einem Salat benannt ist, eingesperrt in einem hohen Turm, ungebetenen Besuch von ausgerechnet einem Prinzen bekommt, der sie dann auch noch toll findet (mit ihrem Trauma, was sie vom ewig Eingesperrt-Sein haben muss!) und sie happy-end-mäßig ziemlich schnell heiratet?! Siehste!

Was machen wir uns eigentlich für Sorgen, welches Gerödel veranstalten wir in unserem Leben, wo wir doch einfach nur hier sein könnten; an dem Ort, wo wir gerade sind; mit der Person, die gerade da ist; der Luft, die wir atmen; in dem Körper, den wir haben… Einfach so. Besser kann ich es nicht beschreiben. Aber es ist der ganz persönliche Regenbogen, das Schatz-Gefühl, das Ankommen, was man sich so sehr wünscht. Wirklich!

Weil wir, wenn wir uns erlauben, das Gefäß zu sein, welches das Leben aufnimmt – statt blödsinnig zu versuchen, etwas zu kontrollieren, was nicht kontrolliert werden kann, auch nicht, wenn wir es unbedingt wollen und trotzig dabei in die Tischkante beißen – ganz entspannt sein können, weil das Leben einfach von selbst geschieht. Schwupps, wie ein leichter Sommerregen. (Und da ist er wieder, unser Regenbogen.) Wie Kirschen, die am Baum baumeln; wie Murmeln, die über die Murmelbahn rollern; wie ein Lachen, das man nicht mehr zurück halten kann; wie die Augen des Liebsten, wenn er sich freut, dich zu sehen; wie dein Kind, wenn es in deine Arme fliegt…

Wo bist du – hier.

Wie spät ist es – jetzt.

Wer bist du – der Moment.

In Liebe,

Josephine

PS: Die Sache mit den Eiskugeln interessiert mich doch sehr, macht jemand mit!?

Fledermäuse und ihr „Geschäft“ 

Fledermäuse und ihr „Geschäft“ 

Gestern beim Frühstück fiel meiner Tochter und mir ein, dass eine Fledermaus, die ja kopfüber an ihrem Ast hängt, ein ganz schönes Problem hat, wenn sie mal muss… Das führte zu sehr bildhaften Gedanken, den dazugehörigen Ausrufen plus Gelächter.

Ich bin mir sicher, die machen das irgendwie anders, als wir dachten. Ich sagte noch: „Du kannst das ja deiner Lehrerin und deinem Bezugserzieher erzählen, vielleicht wissen die, wie das bei den Fledermäusen so ist.“

Womit wir beim Thema wären, einem wiederkehrenden. Dazu muss ich kurz ausholen: Als meine Kleine noch in der Kita war, gab es dort einen Erzieher, der machte es ganz toll mit den Kindern. Er war etwas anders als die anderen, hatte viele Ideen und schlug damit wohl auch mal quer, so dass die Kollegen ihm nahelegten, sich woanders umzusehen. Wir alle waren zutiefst erschüttert. Er ging. 

Und nun hat meine Kleine einen ganz tollen Bezugserzieher. Auch er macht das wunderbar mit den Kindern, hat manchmal einen etwas strengen Stil, was ich aber auch gut finde, ist witzig und hat die Kinder im Herzen. Er ist voll dabei und nicht nur mein Kind liebt ihn sehr. Doch nun scheint sich ähnliches zu zeigen, wie in der Kita. Das macht mich nachdenklich. 

Ich erzählte es meinem Freund und er als „Draufgucker“ sagte folgendes: „Na das scheint ja ein Vaterthema zu sein. Überleg mal, wie du es lösen kannst.“ Ich stutzte. Stimmt, er hatte recht. Wenn alles eins ist, ist es „meins“, was sich da zeigt. Ich war schon wieder drauf und dran, es im Außen zu lösen und mich zu engagieren, wie in der Kita, nur ich fürchte, es bringt tatsächlich nix, bevor ich es nicht in mir verändert habe. Sonst kämpfe ich gegen Windmühlen, so wie damals. Es hat irgendetwas mit Würdigung zu tun, mit Anerkennung und loslassen… Und wer weiß womit noch.

Gut, dass ich nach Leipzig fahre. Auf der Zugfahrt kann ich in Ruhe in mich gehen und dem nachspüren. Wir sind mächtiger, als wir glauben. Wir können die Welt verändern, weil wir die Welt sind. Ich probiere es jetzt mal aus, was gehen kann und berichte, wenn ich irgendwie weiter gekommen bin. 💫

Habt es schön ihr alle und verändert die Welt! 

Von Herzen, 

Eure Josephine 

Segen

Segen

Während ich hier in der Musikschule sitze und auf die kleine Maus warte, geht mir so einiges durch den Kopf.

Vieles passiert gerade in meinem Leben und ich wachse irgendwie mit. Nicht weil ich muss, sondern auch weil ich will. Denn immer, wenn das Leben mir Aufgaben gestellt hat, sei es durch meine Essstörung damals oder die Trennung unserer Familie, es hat mich wachsen lassen, trotz allen Unannehmlichkeiten, die das Ganze mit sich brachte.

Ich bin verbrannt und wieder auferstanden, nicht die selbe wie zuvor, doch ich mochte mich „gewachsen“ stets lieber als vorher. Immer ein Stückchen mehr bei mir sozusagen.

Und das  Leben hat es glücklicherweise immer so eingerichtet, dass ich nie allein war. Freunde, Familie, alle waren sie da. Da bin ich wahrlich gesegnet.

Auch jetzt sind Menschen für mich da, während ich Ja zur Weiterentwicklung sage. Weil ich weiß, dass es dran ist und auch weil ich weiß, dass alles immer FÜR uns arbeitet. Auch wenn wir das oft erst hinterher erkennen können.

Alles in allem macht mich das gelassener, freier, neugieriger auf alles was kommt. Es eröffnet eine liebevollere Perspektive zum Leben. Ein Segen, dass es diese Menschen gab und gibt, die mich unterstützen, mir Halt geben, Rat, Liebe oder gar eine Kopfwäsche, die mich ermutigen oder einfach mit mir nen Kaffee trinken gehen und so vieles mehr.

Einfach Danke!

In Liebe,

Eure Josephine 

Die Arbeit und das Schreiben

Die Arbeit und das Schreiben

Guten Morgen Ihr Schnuffelkekse,

Ich bin gerade hier in Dresden angekommen, um ein Seminar zu geben und habe auf der Zufahrt Zeit gehabt, meinen Gedanken nachzugehen. Das tat gut. 

Mein Buchprojekt ist immer noch aktuell und vieles davon noch in meinem Herzen statt schwarz auf weiß. Sooo lange steht Schreiben auf der Liste und doch klappt es nicht so recht mit dem fertig werden. Woran das liegt? Daran, dass wir Geld zum Leben brauchen und ich hier und da Termine und Aufträge annehme, die ich gut vorbereiten muss. Dann sind da noch die alltäglichen Dinge, die jeder von Euch kennt und die zu jedem Leben und Haushalt dazu gehören, die großen Ereignisse wie Einschulung meiner Tochter oder die Zeit der geballten Geburtstage. Und wenn ich mir dann vornehme, abends zu schreiben, wenn die Kleine schläft, dann macht meine Energie „pffffffffft“ und meine Konzentration ist gleich Null. 

Was nun? Sind das Ausreden? Ich glaube nicht, denn ich schreibe ja. Wenig, aber ich tue es. Ein Bösewicht ist gerade aufgetaucht und als ich googelte, welche Symptome Rattengift beim Menschen macht, kam ich mir schon komisch vor und hoffte, dass es nicht gleich an der Tür klingelt 🙂  Ja, Ihr dürft immer noch gespannt sein, auch wenn es länger dauert, als geplant. Auch wenn unser Leben immer noch dazwischen kommt und mir Zeit für meine Tochter ganz wichtig ist. Und ich selbst auch einmal Atem holen muss… 

Denn immer wenn ich schreibe, spüre ich es. Wie gut das tut, alles niederzuschreiben. Wie schön ich diese Art von Kreativität finde. Wie sehr ich mich dem Prozess hingeben kann und „es durch mich schreibt“. Es ist so toll! Und irgendwann werde ich fertig sein, das weiß ich sicher. 

 Ich danke auch meiner selbst „gekrönten“ Lektorin für ihre Geduld!!! Die Geschichte geht bald weiter, echt!

Jetzt ist erst einmal in Dresden meine zuckersüßen Teilnehmerinnen in  Reinkarnationstherapie unterrichten dran. Dieses Wochenende werden sie fertig und bekommen ihr Zertifikat. Und auch diese Arbeit macht mir viel Freude und erfüllt mich. Na dann… Auf eine kreative und erfüllte Zukunft!

Ich freue mich jetzt schon, das Buch irgendwann in den Händen zu halten!

Habt ein zauberschönes Wochenende! ❤

Von Herzen,

Eure Josephine 

100%

100%

Das Leben möchte von uns, dass wir im Hier und Jetzt sind, zu 100%. Dass wir wach sind, päsent. Denn damit „meditieren“ wir in jedem Augenblick und nutzen unser volles Potential. 

Doch oft genug sind wir in Gedanken, in der Vergangenheit, der Zukunft, in Wertungen, Grübeleien oder einfach nur bei Facebook. Wann spüren wir schon das Leben, unser Leben jetzt, wie z.B. die Unterlage unter unserem Hintern, wenn wir sitzen, die Vibration des Zuges beim S-Bahn fahren, hören bewusst die Klänge des Hier und Jetzt und fühlen unseren Körper. Nicht sehr oft, oder? 

Wie oft ist das Letzte, was wir vor dem Einschlafen wahrnehmen der Smartphonebildschirm, statt liebevoller Gedanken, damit wir besser schlafen können. Wie sehr hören wir hin, wenn jemand  etwas sagt, sind 100%ig bei unserem Gegenüber ohne ihn gleich in irgendeine Schublade zu stecken. 

Was machen wir unseren Kindern vor? Wie oft sind wir denn 100%?

Diese Frage stellt sich auch in Beziehungen. Haben wir zu 100% JA gesagt, auch mit den kleinen Neins, die darin enthalten sind? Oder zerdenken wir uns da wieder etwas, was uns gut tun könnte? Sabotieren uns, weil unsere Programmierungen nun mal so sind? Haben wir Angst vor Verletzungen und trauen uns deshalb nicht in die 100%? Warum? Dann werden wir doch erst recht verletzt und erleben eine selbsterfüllende Prophezeiung und all das wiederholt sich so lange, bis wir  keine Lust und Kraft mehr haben, kapitulieren und entweder resignieren oder….endlich loslassen und demütig dem Leben vertrauen, weil wir merken, dass wir eh nichts unter Kontrolle haben. 

Keine 100% zu geben ist sehr oft Angst vor Kontrollverlust und das nicht nur in Beziehungen. 100% zu geben heißt auch, voll im Moment zu sein und eben nicht nachzudenken bzw. den Gedanken kein Gewicht zu geben, weil ich gerade aufs Leben achte. Achtsamkeit. 100% zu geben heißt, mich hinzugeben, ganz gleich, was das Leben mit mir vor hat. 

Wenn ich jemanden an meiner Seite habe, dann ist dieser Jemand genau der/die Richtige und für wie lange wissen wir eh nicht. Wir wären doch schön blöd, wenn wir die Zeit nicht in vollen Zügen genießen und nicht alles mitnehmen würden, was diese Beziehung und das Leben für uns bereit hält. 

Ohne 100% verpassen wir etwas… Das kleine Mädchen, was alle mit seinem Lachen verzaubert dort hinten im Zug; den kleinen Schatten in den Augen meines/r Liebsten, wenn ich meinen Wochenplan vortrage und nicht viel Zeit bleibt; den Kondensstreifen am Horizont, der sich gerade rosa färbt oder das leise Stolpern meines Herzens, wenn ein Gedanke, den ich gerade denke mir nicht gut tut. 

100%. Hier. Jetzt. Und es kommt so viel Freiheit und Freude ins Leben. 100%. JA. JA zum Partner, JA zu dem, was ist. Und man hat so viel mehr Energie. 

Probiert es aus! Zu verlieren hat man dabei nichts, außer alte Gewohnheiten, in die man immer noch zurück fallen kann, sollten sich wider Erwarten die 100% doch nicht besser anfühlen als all das vorher. 

Ich persönlich mag sie sehr, die 100% und gebe zu, dass ich auch noch immer wieder in Altes zurück falle. Immer seltener zwar und ich bemerke es, was auch ein Fortschritt ist. 

Ich will mehr davon, mehr 100% ich. Hier. Jetzt. Und Ihr so? 🙂 
Sending Love, 
Josephine

Geschichten 

Geschichten 

Ich bin ganz still. Neben mir reden zwei beeindruckende Frauen über ihre Arbeit als Autorinnen und ihre Geschichte. Ich sitze im Zug und schaue aus dem Fenster. Felder fliegen vorbei, Häuser, Menschen darin, Geschichten, so viele Geschichten. Erzählte und unerzählte. Verschwiegene, geheimnisvolle, glückliche und leidvolle, extatische, liebevolle, beeindruckende… Und ich habe mich gefragt, wie viele von diesen Geschichten eigentlich Heldengeschichten sind. Und wisst Ihr was… Ich glaube sehr viele. Viele wissen gar nicht, dass sie Helden sind, für eine kleine oder große Welt. Wollen es vielleicht auch gar nicht sein. Glauben nicht an die Kraft der Wahrheit oder ihre eigene Kraft. 

Doch wenn sie es täten, wären sie so mächtig, ihr Leben voller Magie. Lasst die Menschen ihre Geschichten erzählen. Krankenschwestern, Pfleger, Piloten, Müllmänner, Zugführer, Mütter und Väter, Kinder und Jugendliche. Denn wir alle haben eigentlich das selbe Ziel: zu lieben und geliebt zu werden. Von Anfang an. 

Auf die Helden unserer Welt, auf uns. Auf dass wir uns trauen unsere Geschichten zu erzählen. 

In Liebe, 

Josephine 

Liebe ist… 

Liebe ist… 

… Oft nicht das, wofür wir sie halten. Oft scheinen wir wegen ihr zu leiden, uns zu quälen, Kummer zu haben, doch das ist eine Illusion, eine, die weh tut und die nichts mit der eigentlichen Liebe zu tun hat. Auch ich sitze gerade mit Bauchweh am Küchentisch und alte Ängste versuchen mich in ihren Bann zu ziehen. Ängste wie „jemanden zu verlieren“, „verlassen zu werden“, „nicht zu passen“ etc. Ich weiß, dass ich damit nicht die einzige bin und zum Glück gibt es da noch einen weiteren Teil in mir, der sich nicht so leicht von den Ängsten einlullen lässt. Viele leiden in Bezug auf die partnerschaftliche Liebe und doch ist es im Grunde gar nicht so vorgesehen. Das ist die gute Nachricht 🙂 

Ich habe einige Beziehungen hinter mir, sogar eine Ehe. Und bei meinem Mann damals hatte ich das sichere Gefühl, er sei der Mann meines Lebens. Das Schöne ist, er ist es im übertragenen Sinne sogar. Denn wir werden wohl, nicht zuletzt durch ein kleines Mädchen, für den Rest unseres Lebens verbunden bleiben. Das fühlt sich gut an, weil wir uns heute als Freunde echt gut verstehen. Dafür bin ich sehr dankbar. 

Ich war gestern mit meiner Tochter bei unserer Kinesiologin – sie ist ein Schatz. Sie testete erst mich und meine Glaubenssätze, denn die Mami muss ja auch heile sein, damit sie eine gute Mami sein kann. Da kamen solch abstruse Dinge heraus wie „ich darf nicht in einer Partnerschaft leben“ und sogar „ich war nie in Partnerschaft“ und dass ich in einer bin sowieso nicht. Ich habe nicht schlecht gestaunt. Sie sagte nur: „Dann ist es kein Wunder, wenn es immer wieder zur Trennung kommt.“ Denn das hatte mich auch gewurmt in meinem Leben. Bin ich doch eigentlich jemand, der liebevoll und bewusst ist und es auch sein will. Ich mag es, jemanden an meiner Seite zu haben. Klar geht es auch ohne, das habe ich ein paar Jahre auch genossen und das was es mit sich brachte, nämlich wieder zu mir zurück zu finden.  

Nach dieser Enthüllung gestern war ich gespannt, was jetzt passiert. Wie mein Leben nun verläuft. Denn sie hat es geschafft, die Glaubenssätze zu drehen auf: „ich darf in Partnerschaft leben, ich will es und bin bereit dazu“. Danach war ich so unglaublich müde, dass ich es kaum geschafft habe, mit dem Auto nach Hause zu fahren. Daheim fiel ich in einen unruhigen Schlaf, aus einem ebensolchen die kleine Mausi mit zwickenden Nebenhöhlen aufwachte. Auch sie schlief mieserabel, was mir sagte, dass unsere Themen und Änderungen arbeiteten. 

Und nun diese Spannung. Ich weiß, dass alles, was geschieht, Sinn macht irgendwann. Und ich weiß auch, dass Liebe unsere wahre Natur ist, dass wir alle miteinander eins sind und alles zu unserem Besten geschieht, weil das Leben uns liebt und wir alle großartige Geschenke sind. Nur manchmal weiß ich es eben nur und fühle es gerade nicht. Da habe ich dann eben Angst, stecke in diesem Gefühl, welches ja eigentlich das Gegenteil von Liebe ist und versuche mich irgendwie ihr zu stellen. Sie herauszufordern, sie einzuladen, sie einfach nur zu fühlen, mit ihr zu brennen… Bis ich wieder in der Liebe bin. Die Vertrauen mit sich bringt und Leichtigkeit.  

Auch dass meine linke weibliche Seite sich wohl versagt hatte zu fühlen, fanden wir gestern heraus. Was mich nun noch aufmerksamer beobachten lässt, ob ich ab jetzt intensiver fühle, nachdem dieser Schiefstand geändert wurde…. Und ob meine Symptome, wie der eine Zahn, der total empfindlich war und bei dem die Zahnärztin nichts fand, die allesamt meist links saßen, nun heilen und ihr Soll erfüllt haben dürfen. Es bleibt also spannend. 

Und während ich dies schreibe, erfüllt mich langsam wieder meine geliebte Ruhe. Liebe ist. Ja, sie ist einfach, ohne Bedingungen, wie eine Mutter, die ihr Kind liebt, geborgen und beschützt. Liebe verlangt nichts. Und den Partner zu lieben heißt für mich deshalb, ihn sein zu lassen wie er ist, mit allen Umständen und Themen, die dabei auftauchen, mit Nähe und Entfernung, mit allen Jas und Neins. Wenn ich es dann noch schaffe, die Neins anzuschauen und über diese Ablehnung heraus zu finden, was davon meins ist und wie ich da mit mir selbst weiter kommen könnte, wachse ich sogar und das in Liebe. 

Ich weiß, dass irgendetwas Großartiges auf mich zukommt. Das hat mir vor kurzem ein lieber Freund gesagt – er kann so was – und etwas in mir hat dies sofort mit einer Welle prickelnden Schauers bestätigt. Und naja… da wir alle verbunden sind, gilt das vielleicht auch für Euch!? Meine besten Wünsche seien Euch sicher! 

Euch allen nun einen schönen 3. Advent! Genießt die glitzernde zauberhafte Vorweihnachtszeit! Bleibt in der Liebe, es lohnt sich ❤️. 

Von Herzen, 

Eure Josephine

Deine Seele

Deine Seele

Tief in dir gibt es einen Raum, der ungemein zart und weise ist. Dort gibt es Verbindungen zu allen Atomen dieser Wirklich- und Unwirklichkeit, zu allen Wesen und Menschen und vor allem auch zu dir, deinem Kern. Es ist nicht immer einfach, diesen Teil in dir wahrzunehmen, denn er ist im Grunde genommen gar kein Teil, er ist der Zwischenraum, der dich zusammen hält, die Stille hinter allem, das Lächeln, dem nichts passieren kann. Fortwährend seiend. 

Und während du dein Leben lebst, ist es als wenn du Schmutz ansammelst, Gedanken, Gewohnheiten, Glaubenssätze, welche die Sicht auf dein Licht trüben und verstellen, dich täuschen und wieder ent-täuschen. Sie sind es, die Situationen erschaffen, die dir bewusst machen sollen, wie fremd du dir geworden bist und wie viel leichter es wäre, die Illusionen nun zerplatzen zu lassen. 

Wie nah bist du deiner, ja jeder einzelne seiner Seele? Kannst du, um dir wieder selbst zuzuhören, dich wohl zu fühlen, dich in deinem Licht scheinen zu lassen, einfach jetzt alles rauslassen, was dir die Sicht verstellt? All die verletzte Liebe, die Wunden, die puckernden Narben, die nie geweinten Tränen… Bist du mutig genug, all das so richtig zu fühlen und damit ein für alle Mal gehen zu lassen?  

Bist du bereit für das Abenteuer deines Lebens?! Denn wenn du zulässt, was ich gerade beschrieb, entdeckst du, was dich die ganze Zeit trägt, was dir schon immer den Weg gewiesen hat und in seiner geborgenen Stille nur das kennt und ist, was wir alle sind – Freude. 

Um sich dem hingeben zu können und das Gefühl von „zuhause“ zu haben, spielerisch, leicht, ist es manchmal wichtig, all den gespeicherten Unrat in dir auszumisten. Zu entrümpeln, einfach fühlen, was da ist, mutig richtig rein gehen und gespannt sein, was dabei mit dir passiert. Mehr nicht. Inne halten im Denken und dem Alltagsgeschehen und fühlen. Du wirst es lieben, auch wenn du jetzt denkst, dass es schwer und erschreckend klingt. Ist es aber nicht, es befreit. Es heilt. Und es hilft. Es verhilft dir zu einem klaren inneren Bild von dem, was für dich gut und bestimmt ist. 

Manchmal ist es dann einfach nur noch schön und deine Dankbarkeit für alles wächst ins Unermessliche. 

Deine Seele… 

… Deine Freude.

In Liebe,  

Josephine 

Neustart 

Neustart 

Ein neuer Tag voller Leben wartet auf uns, jeden Morgen. Eine leere Seite, ein Geschenk, welches wir selbst gestalten dürfen. Es liegt an uns, was wir draus machen und welchen Gedanken wir folgen. 

Stehen wir auf und denken „Schon wieder Montag, ich will noch mehr Wochenende!“, wird uns dieser Tag eher grau erscheinen, obwohl wir alle Möglichkeiten haben, ihn uns schön zu machen. Ja, vielleicht haben wir keine Lust arbeiten zu gehen, aber es gibt doch da noch so viele andere Dinge. Wir haben ein Dach über dem Kopf und es warm. Wir können uns ein wunderbares, köstliches Frühstück zaubern und uns Leckereien mitnehmen. Wir sind gesund und unser Körper funktioniert mit all seinen Sinnen und Gliedmaßen…wenn das so ist, sind wir schon unbeschreiblich reich! Denn stellt euch mal allein den Wert vor, den ihr für die Gabe zu sehen (mit euren Augen) bezahlen würdet… Plus den der anderen Sinne und Organe und Gliedmaßen usw….was wäre das für eine Summe?! Wahnsinn, oder?! 

Und vielleicht und hoffentlich hast du noch geliebte Menschen um dich, deren Wert du auch einmal spaßeshalber schätzen kannst… Und schon nimmt das Ganze riesige Dimensionen an, derer wir uns gar nicht wirklich bewusst sind im Alltag!  

Ich finde, wenn einem all das bewusst ist morgens, wirkt das wie ein Reset-Knopf, ein Neustart für unsere Gedanken, die inmitten der Routine manchmal ganz schön düster und zickig sein können. Damit wird etwas in uns jedoch ganz still und ehrfürchtig… Dankbar. Und vielleicht haben wir mit dieser Stimmung sogar Einfluss auf unser Arbeitsklima. Unsere Kollegen, denen es oft genau so geht morgens und die ein dankbares, liebevolles Lächeln immer gut vertragen könnten. 

Erich Fried schrieb es so schön in „Mitunter sogar Lachen“:

„In der letzten Zeit vor meinem Tod ist meine Eigenliebe wieder größer geworden. Nicht auf Kosten der Liebe zu meinen Kindern, zu meiner Frau oder meinem sechs Monate alten dritten Enkelkind, das hier im Haus wohnt. Im Gegenteil, auch die Liebe zu ihnen allen ist deutlich merkbar größer oder wenigstens mir stärker bewusst geworden. Aber die Eigenliebe ist etwas ganz anderes, zum Teil eine Wiederentdeckung. Morgens nach dem Erwachen kann ich mit einer Fingerkuppe die Haut über meinen Rippen streicheln und ihre warme, weiche Berührung genießen, wie als kleines Kind. Auch dass mein ganzer Körper, wo immer ich ihn anrühre, Beine, Bauch, Geschlecht, Arme, greifbar vorhanden ist, solid, und sich eigentlich recht wohl fühlt, kann eine kleine Freude sein, die ich mir jetzt fast jeden Tag nach dem Erwachen und vor dem Einschlafen bereite. Manchmal fahre ich mir auch untertags mit der Hand liebevoll über den Nacken, über die Wange, oder mit der Rechten über den linken Oberarm, und finde das gut. Manchmal wird mir bei diesem Wissen und Fühlen meines Vorhandenseins ganz warm.“ 

Wir haben jeden Tag, ja jede Sekunde die Wahl. Der Dalai Lama sagte einmal: „Wenn dir ein Vogel auf den Kopf scheißt, sei froh, dass eine Kuh nicht fliegen kann.“ Hihi, genau, ihr wisst, was gemeint ist. Wenn ihr jeden Tag bemüht seid, die Dinge positiv zu sehen und euch zu fragen, „Was ist jetzt gut an dieser Situation?“, denn irgendetwas Gutes gibt es immer, dann verändert ihr euren Fokus und somit auch euer Leben. 

Auch ich muss mich immer mal daran erinnern, merke aber, dass mein Leben eine ganz andere Qualität hat, wenn ich mir dessen bewusst bin. Dass ich dann die Menschen ganz anders ansehe, besonders, die, die bei mir sind. Dass ich durch die entstehende Dankbarkeit Situationen anziehe, die mir gut tun und sei es „nur“ der Mann vor dem Supermarkt, der mir mit meinem Einkauf hilft, weil ich so vollgepackt bin. 

Versuchts doch auch mal und staunt! 

Von Herzen, 

Josephine